Die Stiftung

Auslöser für die Gründung der Stiftung war der Anschlag auf Soldaten der Bundeswehr in Kabul am 14. November 2005. Bei dem Attentat fiel ein Reservist, zwei Soldaten wurden lebensgefährlich verwundet.

Hauptfeldwebel Stefan Deuschl verlor beide Beine. Er ist im Vorstand der Stiftung, dem neben Horst Schöttler auch Hermann Gödert von Rotary International, Albrecht Broemme, der Präsident des Technischen Hilfswerkes, der Wehrbeauftragte a. D. Hellmut Königshaus als Vertreter des Deutschen Bundestages, Generalleutnant Klaus von Heimendahl und Dr. med. Georg T. Brenner, Oberstarzt der Reserve, Oberstarzt Dr. med. Helge Höllmer, Klinikdirektor für Psychiatrie und Psychotherapie, BwKrks Hamburg, angehören. Der Leitende Beamte im Amt des Wehrbeauftragten, Ministerialdirigent Wolfgang Müller, zugleich Oberstleutnant der Reserve, wurde im Juni 2017 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung berufen. Die Aufgabe des ehrenamtlichen Justiziars übt der auf Verwaltungsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Arnd Steinmeyer aus.

Seit August 2019 ist auch eine Frau Vorstandsmitglied: Frau Dipl.-Ing. Sabina Quandt-Frew aus Kronberg im Taunus. Sie ist Gründerin und Vorsitzende der H.U.R.T.- Stiftung, die mit der OSVS vereint werden soll. Das Verfahren der sog. Zulegung läuft seit rund einem Jahr, kann aber wohl noch 2020 abgeschlossen werden.

Zwei unserer Spitzenbeamten, THW-Präsident Albrecht Broemme und MDg Wolfgang Müller, ltd. Beamter im Amt des Wehrbeauftragten, traten in den Monaten November und Dezember 2019 in den Ruhestand.

Sie arbeiten weiterhin mit und bleiben der OSVS verbunden.

Beiden Freunden wünschen wir eine gute Zeit im sog. "3. Lebensabschnitt".


Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und durch die Stiftungsaufsichtsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz geprüft!

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr bringen hohe Belastungen und viele Gefahren für die Soldatinnen und Soldaten mit sich. Zum Beispiel: Teroranschläge und Selbstmordattentate in Afghanistan, Hubschrauberabstürze und Minenexplosionen in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo sowie Unfälle im Einsatz. Schwerst versehrte Soldaten und trauernde Hinterbliebene bleiben zurück.

Die soziale Absicherung dieser versehrten Soldaten und Hinterbliebenen muss der Bundeswehr, aber auch der gesamten Gesellschaft ein vorrangiges Anliegen sein. Die finanzielle Versorgung und die Fürsorgemaßnahmen haben zwar in den letzten Jahren entscheidende Verbesserungen erfahren, so durch das im Bundestag beschlossene Einsatzweiterverwendungsgesetz und das Einsatzversorgungsgesetz, ergänzt Ende 2011 durch das Einsatzversorgungs-Verbesserungsgesetz. Schwer verletzte Soldatinnen und Soldaten haben nun einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung als Soldaten, Beamte oder Angestellte im Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums, während sie früher wegen Dienstunfähigkeit entlassen werden mussten.

Die Fakten

  • Gründungsjahr: 2007
  • Schirmherr: Dr. jur. Hans-Peter Friedrich, MdB, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
  • Kapitalerträge/Zuwendungen (Spenden) p.a.: rd. 60.000,-- bis 70.000,-- €
  • Bisher unterstützte Fälle: rund 500; durchschnittlich werden pro Jahr 40 Fälle betreut.
  • Finanzierung durch Spenden, Zustiftungen, Erbschaften sowie Benefizveranstaltungen, wie Konzerte, Vortragsveranstaltungen und sportliche Ereignisse, Kapitalerträge und IHRE persönliche Spende!

Tony Evert

Tony Ewert wurde im Juni 2003 bei einem Anschlag auf die Bundeswehr in Kabul schwer verwundet. Er verlor ein Bein und ein Auge. Tony Ewert hat sein Schicksal gemeistert; er arbeitet jetzt in der Bundeswehrverwaltung. Betroffenen Menschen, wie Tony Ewert, hilft die Stiftung und er selbst unterstützt aktiv die Ideen der Stiftung.

Die staatlichen Leistungen reichen aber nicht immer aus, um alle Bedürfnisse des Versehrten oder der Hinterbliebenen abzudecken. Häuser und Wohnungen müssen behindertengerecht umgebaut werden, Autos umgerüstet oder hinterbliebenen Kindern eine teure Ausbildung bezahlt werden. Für die Umrüstung von Wohnung und Auto sieht die Versorgung zwar Zahlungen vor, jedoch gibt es dabei Höchstbeträge, die oft überschritten werden müssen.

Um derartige Lücken zu füllen, hat Herr Oberst d. R. Dr. Horst Schöttler die Gründung der „Oberst Schöttler Versehrten-Stiftung“ initiiert. Bedürftige Soldatinnen und Soldaten sowie Hinterbliebene können sich dorthin wenden, um Notlagen aufgrund der Schwerstverletzung oder des Todes des Soldaten finanziell abzumildern.

Unsere Maxime: Unbürokratisch und ohne Verwaltungskosten zu helfen - gerade in der „Grauzone“ staatlicher Möglichkeiten – war in den letzten Jahren erfolgreich:

So die Unterstützung von Kindern, deren Väter in Afghanistan gefallen sind und deren Eltern zwar ein Paar aber kein Ehepaar waren. Die minimalen Versorgungsansprüche werden durch Stiftungsgelder aufgebessert.

Unter den Opfern, denen wir durch Betreuung, Zuwendung und finanzielle Hilfen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände helfen wollen, sind

  • Soldaten, die nach Amputationen Zuschüsse zu Sportgeräten, zum Training und zu Behindertensportwettkämpfen erhalten
  • Soldaten, bei denen die Kosten für alternative Heilbehandlungen übernommen werden
  • Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), die nach der Entführung durch eine Rebellengruppe und mehrwöchiger Gefangenschaft einen Zuschuss zum Erholungsurlaub erhielten
  • Junge unverheiratete Mütter, deren Lebensgefährten, von denen sie ein Kind erwarteten, bei Terroranschlägen getötet wurden: sie werden laufend mit Sach- und Geldmitteln unterstützt
  • Soldaten, die nach schweren Verwundungen Zuschüsse zu besonderen Medikamenten erhalten
  • Soldaten, die als Folge der postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in wirtschaftliche Not geraten sind; sie werden durch finanzielle Überbrückungshilfen u. a. von Kündigungen und Zwangsmaßnahmen verschont und beispielsweise durch Übernahme von Familienheimfahrten, offenen Stromrechnungen oder Krankenkassenbeirägen entlastet
  • Ein Fachanwalt begleitet traumatisierte Soldaten bei der Durchsetzung ihrer Rechte
  • Afghanische Sprachmittler und Erkunder, die zu ihrem Schutz nach Deutschland übersiedelten
  • Neue Behandlungsmethoden wie Sporttherapie und Tiertherapie (mit Therapiepferden und Therapiehunden) werden erfolgreich gefördert
  • Kinder der in Not geratenen Soldaten; sie bekommen Kleider und Spielzeug aus Stiftungsmitteln.
Der kleine Max - drei Jahre und Halbwaise - freut sich über sein neues Dreirad (17. Mai 2015). Der Vater, Stabsgefreiter der Bundeswehr, wurde im Juni 2013 in Afghanistan tot aufgefunden.

Besonders ist uns wichtig, dass wir persönlichen Kontakt zu „unseren Schützlingen“ haben. Dies erfolgt postalisch, telefonisch und durch Besuche und Begegnungen.

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