DIE STIFTUNG

Wenn auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr nach dem Fall und Abzug aus Afghanistan 2021 sowie dem Russland-Ukraine-Angriff 2023 massiv zurückgingen, wirken Einsatzunfälle, durch Verwundung, Traumatisierung und Tod noch lange Jahre fort. Schwerstversehrte Soldaten, trauernde Hinterbliebene und schlecht versorgte Ehepartner und Kinder bleiben zurück.

Die Stiftung ist seit ihrem Bestehen als gemeinnützig anerkannt und durch die Stiftungsaufsichtsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz geprüft!

Die soziale Absicherung dieser Einsatzveteranen und ihrer Familienmitglieder muss ein gesamtgesellschaftliches Anliegen sein. Nicht umsonst hat der Deutsche Bundestag bei seinem Beschuss am 25. April 2024, alljährlich einen Veteranentag einzurichten, eine entbürokratisierte und verbesserte soziale Versorgung angemahnt.

Die soziale Absicherung dieser versehrten Soldaten und Hinterbliebenen muss der Bundeswehr, aber auch der gesamten Gesellschaft ein vorrangiges Anliegen sein.

Zwar sind die finanzielle Versorgung, die medizinische Betreuung und die soziale Fürsorge seit Jahren entscheidend verbessert, dennoch bleiben zahlreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Sorgen, die nur über freiwillige Hilfen, so durch die OSVS, gemindert werden können.

Bei persönlichen (beruflich, gesundheitlich, familiär) Folgen aus Inlandseinsätzen sind vor allem ehrenamtliche Helfer in einer schwierigen Situation. Hier helfen wir neuerdings finanziell, beratend, juristisch und begleitend. Entsprechende Kontakte bestehen auch zum Bundesvorsitzenden der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG).

Seit Sommer 2020 unterstützen wir in gleicher Weise einsatzverunfallte Feuerwehrmänner und -frauen sowie Helfer des THW und in den Katastrophenschutzeinheiten. Diese Hilfefälle erfordern rund 40 Prozent unseres organisatorischen und budgetären Engagements.

Seit Herbst 2020: Hilfe plus!

Wir kümmern uns jetzt auch um Angehörige der Feuerwehren (AdFw) und des Technischen Hilfswerks (THW) sowie Helfer im Katastrophenschutz (KatS).

Die Fakten

  • Gründungsjahr: 2007
  • Schirmherr: Alt-Bundespräsident Dr. h. c. Joachim Gauck
  • Kapitalerträge/Zuwendungen (Spenden) p.a.: rd. 60 000 bis 70 000 €
  • Bisher unterstützte Fälle: rund 500 (+ 1 500 Angehörige); durchschnittlich werden pro Jahr 40 Fälle betreut.
  • Finanzierung durch Spenden, Zustiftungen, Erbschaften sowie Benefizveranstaltungen, wie Konzerte, Vortragsveranstaltungen und sportliche Ereignisse, Kapitalerträge und IHRE persönliche Spende!

Wen möchten wir ansprechen?

Unter den Opfern, denen wir durch Betreuung, Zuwendung, Beratung und finanzielle Hilfen zur Verbesserung ihrer Lebensumstände helfen wollen, sind

  • Soldaten, die nach Amputationen Zuschüsse erhalten
  • Soldaten, bei denen die Kosten für alternative Heilbehandlungen übernommen werden
  • THW-und Katastrophenschutzhelfer, die nach In- und Auslandseinsätzen durch Geldzuwendungen entlastet oder, so erforderlich, zusätzlich rechtlich beraten werden,
  • Familienangehörige/Hinterbliebene, die nach dem Tod des Hauptverdieners in wirtschaftliche Not geraten,
  • Soldaten und Helfer, die nach zivilen Großschadenslagen (Fw, THW etc.) unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden (medizinisch und wirtschaftlich),
  • unsere Schützlinge, für die wir Fachanwälte (Beamten-, Soldaten-, Sozial- und Versorgungsrecht) zu ihrer Vertretung vermitteln und das Mandat bezahlen
  • und die Kosten für neue Behandlungsmethoden wie Sport- und Tiertherapien (insbes. Begleit-/Therapiehunde) übernehmen.

Tony Evert
Tony Ewert wurde im Juni 2003 bei einem Anschlag auf die Bundeswehr in Kabul schwer verwundet. Er verlor ein Bein und ein Auge. Tony Ewert hat sein Schicksal gemeistert; er arbeitet jetzt in der Bundeswehrverwaltung. Betroffenen Menschen, wie Tony Ewert, hilft die Stiftung und er selbst unterstützt aktiv die Ideen der Stiftung.

Die staatlichen Leistungen reichen aber nicht immer aus, um alle Bedürfnisse des Verletzten oder im Todesfall der Hinterbliebenen abzudecken. Häuser und Wohnungen müssen behindertengerecht umgebaut werden, Autos umgerüstet oder hinterbliebenen Kindern eine teure Ausbildung bezahlt werden. Für die Umrüstung von Wohnung und Auto sieht die Versorgung zwar Zahlungen vor, jedoch reichen die Föderhöchstbeiträge oftmals nicht aus.

Hier hilft die Stiftung sachkundig und schnellstmöglich - ohne die Vorlage von Formularen - (im Durchschnitt 14 Tage!).

Unsere Maxime seit 15 Jahren: Unbürokratisch und ohne Verwaltungskosten zu helfen - gerade in der „Grauzone“ staatlicher Möglichkeiten – war in den letzten Jahren erfolgreich.

So die Unterstützung von Kindern, deren Väter in Afghanistan gefallen sind und deren Eltern zwar ein Paar aber kein Ehepaar waren. Die minimalen Versorgungsansprüche werden durch Stiftungsgelder aufgebessert.

Besonders ist uns wichtig, dass wir persönlichen Kontakt zu „unseren Schützlingen“ haben. Dies erfolgt postalisch, telefonisch und durch Besuche und Begegnungen.


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